Pflegereform: Höhere Beitragsbemessungsgrenze trifft gut sechs Millionen Beschäftigte
Zusammenfassung
Die geplante Pflegereform erhöht die Beitragsbemessungsgrenze, wodurch mehr als sechs Millionen Beschäftigte – etwa jeder fünfte sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer – höhere Pflegebeiträge zahlen müssen. Gleichzeitig soll der zusätzliche Beitragssatz für Kinderlose steigen und die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern enden, was die Gesamtsumme der Sozialabgaben erhöht und die Nettoauszahlung für Arbeitnehmer sowie die Arbeitskosten für Arbeitgeber belastet. Die Reform wird als zu zögerlich kritisiert, da sie weder ausreichende Sparmaßnahmen noch klare Entlastungen für die betroffenen Personen bietet und langfristig das Wachstum der Pflegeversicherung gefährden könnte.