Ein Plädoyer für Menschlichkeit
Zusammenfassung
Der Artikel beleuchtet Siegfried Lenz als einen der drei großen Erzähler der jungen Bundesrepublik und seine literarische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, Krieg und Schuld. Lenz setzte sich in seinen Erzählungen und Romanen – etwa mit dem Werk "Deutschstunde" – kritisch mit der deutschen Geschichte auseinander, wobei er sich durch eine persönliche, nicht dogmatische Haltung von seinen Zeitgenossen unterschied. Seine Schriften, geprägt von Erinnerungen an Ostpreußen und einer liebevollen, aber unbeschwerten Erzählweise, haben bis heute einen festen Platz im deutschen Literaturunterricht.