Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen
Zusammenfassung
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert den Referentenentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen als ungeeignet, da er auf unausgereiften digitalen Instrumenten beruht und die Versichertenposition sowie das Vertrauensverhältnis zwischen Patient*innen und Ärzt*innen schwächt. Insbesondere wird die geplante Einführung eines Primärarztsystems als gefährdet dargestellt, weil der Entwurf einen „digitalen Versorgungseinstieg“ vorgibt und die Krankenkassen Zugriff auf Behandlungsdaten gewähren würde. Der Verband betont, dass digitale Tools die persönliche Kenntnis der Patient*innen und die haus- bzw. kinderärztliche Beziehungsarbeit nicht ersetzen können.