Stellungnahme des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP) zum Kabinettsentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG KabE) vom 15.7.2026
Zusammenfassung
Der BDP kritisiert den Kabinettsentwurf des GeDIG-Gesetzes, da dieser trotz eines teils begrüßenswerten Opt-In-Schutzes weiterhin einen faktischen Digitalzwang bei psychischen Erkrankungen befürchtet. Der Verband fordert, dass die psychotherapeutische Sprechstunde in Präsenz als Erstzugang erhalten bleibt und der Zugang zu Ersteinschätzungen nicht von der Nutzung der elektronischen Patientenakte abhängen darf. Zudem lehnt der BDP die geplanten Reallabore und KI-Experimente der Krankenkassen mit Gesundheitsdaten ab und verlangt, dass der Zugriff auf ePA-Daten ausschließlich in heilkundlichen Händen bleibt.