Referentenentwurf zum GeDIG – Eine Überschätzung realer digitaler Möglichkeiten und Missachtung primärärztlicher Kompetenzen
Zusammenfassung
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert den Gesetzentwurf zur digitalen Gesundheitsversorgung als stark überbewertet und gefährlich für die Primärversorgung. Er warnt vor einer Fehleinschätzung digitaler Möglichkeiten, insbesondere bei Kindern und chronisch Kranken, und fürchtet, dass ein digitales Ersteinschätzungstool die notwendige Arzt-Patienten-Beziehung und das Primärarztsystem zerstören könnte. Der Verband fordert stattdessen die Einführung eines verbindlichen Primärarztsystems und eine vorsichtige, schrittweise Nutzung digitaler Instrumente.