DSTG warnt vor „Finanzplan-Illusion“: Staat verschenkt 100 Milliarden Euro durch mangelnde Digitalisierung
Zusammenfassung
Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG) kritisiert den vom Bundeskabinett beschlossenen Finanzplan als realitätsfern und warnt vor einer „Finanzplan-Illusion“, da er auf pauschalen Sparvorgaben statt auf der Nutzung moderner Technologien zur Bekämpfung von Steuerbetrug basiere. Der Bundesvorsitzende Florian Köbler betont, dass der Staat durch den Verzicht auf KI-gestützte Analysewerkzeuge jährlich geschätzt 100 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verschenke und so die Steuergerechtigkeit sowie das Vertrauen in den Rechtsstaat gefährde. Die DSTG fordert daher ein sofortiges Investitionsprogramm für die digitale Infrastruktur der Finanzverwaltung, um strukturelle Vollzugsdefizite zu schließen und Einnahmenpotenziale zu heben.